Umdenken. Leidenschaft. Vielfalt. 

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Alles eine Frage der Zeit

Friederike Schorling (Hamburger Sängerin, Kirchen-musikerin und höranalytisches Supertalent) und Julia Hebecker (Berliner Flötistin, Sängerin und Spezialistin für Multitasking und das Entdecken neuer Interessen) – langjährige Freundinnen, die sich im Chor auf der Bühne kennengelernt und seitdem zahlreiche Konzerte und Gottesdienste gemeinsam bestritten haben, dachten immer daran, mal ein Ensemble zu gründen...  

     Als 2020 pandemiebedingte Konzertabsagen, Proben-verbote, Schließungen von Kultureinrichtungen und Social Distancing den Alltag bestimmten und eine Menge Frust verursachten, gab's plötzlich eines: Zeit – für kreative Denksitzungen, viele Ideen und die feste Entschlossenheit, jetzt erst recht musikalische Projekte möglich zu machen. 

Replanting Culture 

pflanzt neue, gattungsübergreifende Denkweisen, löst Traditionen auf und zeigt, dass man große Orchester- und Chorwerke auch in kleiner Besetzung aufführen kann – mit brennender Leidenschaft für das gemeinsame Musizieren, blindem Vertrauen auf der Bühne, geschickten Arrangements und der Inspiration aus ganz verschiedenen Welten.

Was nicht passt, wird passend gemacht 

Ganz oben auf der Repertoireliste stehen Werke, die im typischen Jahresablauf saisonal bedingt nicht fehlen dürfen, aber 2020 kaum live erklangen und aufführungstechnisch aufgrund zu vieler Beteiligter auch nicht realisierbar waren.

In kleinster Besetzung geht's allerdings schon: Passende Arrangements und Rekompositionen, ein hohes Maß an Flexibilität und das Denken außerhalb von Traditionen machen es möglich, auch große Werke wie das Bach'sche Weihnachtsoratorium oder die Passionen zum Klingen zu bringen. 

Inspiration zwischen Hamburg und Berlin

Durch gemeinsames Hören von und Austauschen über Musik Verbindungen zwischen Werken, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, zu schaffen und die Gattungsgrenzen zu sprengen, ist Ausgangspunkt für den Entstehungsprozess. Jahrelange Chor- und Orchester-erfahrungen und internationale Konzerttätigkeiten der beiden Musikerinnen ermöglichen dabei eine breite Repertoirekenntnis. 

"Lachrymae – Die Nacht"

Zwischen Bach und Dowland bewegte sich das Pilotprojekt von Replanting Culture, das im November 2020 in Kooperation mit der Kantorin der Hamburger St.-Pauli-Kirche, Tina Schneeweiß, erste Erfolge feierte. Einzelne Nummern des Weihnachtsoratoriums Johann Sebastian Bachs in Verbindung mit verschiedenen Adventsliedern in einem Arrangement für Mezzosopran, Flöte und Orgel bildeten den Rahmen. Eine Neuvertonung der  bekannten Liedmelodie zu "Die Nacht ist vorgedrungen" erklang außerdem in einem Mash-Up mit John Dowlands Lautenlied "If My Complaints Could Passions Move", angelehnt an Benjamin Brittens Werk "Lachrymae" für Solo-Viola und Streichorchester.    

"Passion (2021)"

Durch die anhaltende Pandemie und die damit verbundene eingeschränkte Konzert- und Kontakt-möglichkeit erarbeitete Replanting Culture Anfang des Jahres eine kleinstbesetzte Umsetzung der Bach'schen Passionen.

In der spannenden Komposition verknüpften die Musikerinnen die Musik Johann Sebastian Bachs auf außergewöhnliche Art und Weise mit Klängen von Dimitri Schostakowitsch, Francis Poulenc, Georg Friedrich Händel und John Dowland.